Dojo

Keiko 稽古 umfasst alle Aspekte der Übung in Meditation, Selbst-Verteidigung und Geistesbildung in einem traditionellen Dojo.

Übungszeiten

Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo und Okinawa Kobudo der Shirasagi Linie

Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo i, Shirasagi Shima DOjo in Chemnitz

Dienstag / Donnerstag

Übung Senioren 65+
10:30 bis 11:30 Uhr

Privatstunden
nach Anmeldung

Übung Kinder 6 - 10 Jahre
17:00 bis 18:30 Uhr

Montag / Mittwoch / Freitag

Übung am Vormittag
09:30 bis 11:00 Uhr

Übung Jugend 11 - 15 Jahre
17:00 bis 19:00 Uhr

Ab 16 +/Erwachsene
19:00 bis 21:00 Uhr

Sonnabend

Vorbereitung Okinawa
10:30 bis 12:00 Uhr

Privatstunden
nach Anmeldung

Workshop am Wochenende
nach Anmeldung

Das Dojo ist regulär Montag bis Freitag ab 09:30 - 21:00 Uhr geöffnet. Wenn Sie unser Dojo kennenlernen möchten, bieten wir Interessierten, Anfängern und Neu-Einsteigern verschiedene Möglichkeiten an.

Für pivate Einzelstunden / Übung für Berufstätige im Schichtdienst / Übung bei Elternzeit bitte im Vorfeld mit Sensei einen Termin vereinbaren.

Shirasagi Dojo Original Okinawa Karate in Chemnitz - 1 Monat zum Kennenlernen

沖縄 小林流 志道館

Um sich mit der Etikette und den Abläufen in unserem Dojo im Vorfeld vertraut machen zu können, wurden an dieser Stelle interessante und grundlegende Informationen über unsere Schule zusammengestellt. Angefangen von den Wurzeln unserer Kampfkunst, der Etikette und den Regeln bis hin zum Dojo Beitrag.

Shirasagi Dojo 白鷺道場 - Kurse im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo & Okinawa Kobudo

Die Übung im Shirasagi Shima Dojo umfasst die ganze Vielfalt im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo und Okinawa Kobudo der Shirasagi Linie mit seinen ursprünglichen Übungswegen. Unsere Schule des Shorin-ryū Shidokan steht in der Linie des Shuri-te und wurde von Großmeister Miyahira Katsuya 10. DanHanshi gegründet. Damit ist auch untrennbar die Ethik und Kultur Okinawas verbunden. Die Zeit vor und nach dem 2. Welt-Krieg hat die Kampfkünste Okinawas geprägt, der Weg des Karatedo ist der Weg des Friedens.

Vor 29 Jahren gründete Sensei Laupp, 9. Dan Hanshi, das Shidokan Shirasagi Honbu Dojo in Trier. Sensei Laupp ist Schüler von Großmeister Miyahira Katsuya, 10. Dan Hanshi, dem am 28.11.2010 verstorbenen Oberhaupt der gesamten Stilrichtung. Von ihm erhielt er seinen okinawanischen Namen »Shirasagi« und in dessen Auftrag verbreitet Sensei Laupp Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo in Europa. Für Sensei Laupp 9. Dan Hanshi ist es heute ganz einfach, zu erklären, was traditionelles Karate für ihn bedeutet: Leben lernen!

Die Methoden des Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo sind geprägt von schnellen, fließenden, explosiven Bewegungen und einer natürlichen Atmung. Das Herz ist Kata - Makiwara die Seele. Das Studium der Formen, der Umgang mit Waffen des Kobudo, verschiedene Kumite Systeme, Vollkontakt ohne und Semikontakt mit Schutzausrüstung sowie die Übung von Hebeln, Würfen und fließenden Partnerübungen prägen je nach Fortschritt der Schüler den Unterricht und sind der Meditation und der geistigen Arbeit untergeordnet.

Nagashi waza
»Fließendes Wasser konkurriert mit nichts.«
(Ryusui saki wo kisuwazu)

»Natürliche Bewegung hat keine anstrengende Spannung. Die Bewegung ist nur am Ende fokussiert. Dies lässt die Kraft aus dem Körper fließen wie Wasser aus einem Schlauch oder fließen wie Wasser in einem Bach. Es kämpft nicht gegen sich selbst oder andere. Übermäßige Verspannungen in den Muskeln und Sehnen fängt die Kraft im Körper ein. Darüber hinaus, so wie Wasser nicht gegen die Felsen im Fluss kämpft, so erfolgt auch der Empfang eines Angriffs mit fließender und umhüllender Energie, nicht mit kollidieren. Dies ist das Herzstück von Nagashi Waza, fließenden Techniken.«

Miyahira Katsuya 10. Dan Hanshi – Gründer des Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo

Okinawa Shorinryu ist zum einen die Kunst der Selbst-Verteidigung, zum anderen ein intensiver Weg zu sich Selbst. Ernsthaft praktiziert entwickelt man auf diese Weise eine bemerkenswerte geistige Reife.

»Die Kampfkunst auf das körperliche oder auf die Selbstverteidigung zu beschränken, kann niemals der traditionelle Weg sein. Allein das Thema Selbstverteidigung umfasst nicht nur die Verteidigung gegen einen äußeren "Feind" sondern die Abwehr gegenüber dem inneren "Feind".« Vassilis-sensei 7. Dan Kyoshi | Shirasagi Dojo Athen

Daher ist die Ausbildung auch unbequem und bearbeitet die Komfortzonen. Es verlangt Anstrengung, Geduld, Demut und Ausdauer. Man bekommt nichts geschenkt. Nach Außen hin sind viele Aspekte nicht sichtbar und bleiben manchmal für immer verborgen. Bewusst wird die Art und Weise des Unterrichts als »Schutz« vor Missbrauch durch unreife Menschen verstanden.

Die Kombination von physischer, mentaler und spiritueller Stärke durch beständiges Üben zu erreichen und Karatedo als Reflexion und Hilfe für den alltäglichen Lebensweg zu sehen, sind Eckpunkte der Übung in unserem Dojo. Im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo verbinden wir den Weg der Persönlichkeits-Entwicklung und die Kunst der Selbst-Verteidigung mit einer lebendigen Budō-Philosophie.

Im Shirasagi Shima Dojo erwartet Sie eine professionelle Atmosphäre. Sie werden in einem familiären Umfeld üben und sich Schritt für Schritt mit den Übungswegen vertraut machen können. Wir gehen verantwortungsvoll mit dem Wissen unserer Kampfkunst um – dem Zugang zur inneren Lehre geht eine jahrelange und vertrauensvolle Lehrer-Schüler-Beziehung voraus.

Für diesen traditionellen Weg benötigt man Zeit und Geduld sich zu entwickeln, von den Grundlagen bis zu den höheren Stufen. Man verschwendet sonst nur Zeit, die eigene - ebenso die des Lehrers und die der Mitschüler, wenn man bereits auf der Stufe der Mudansha aufgibt.

Ein offener Geist ist der beste Begleiter, denn eine volle Tasse kann man nicht weiter füllen. Suchen Sie eine rein sportliche Beschäftigung oder ein Freizeit-Hobby, ist unser Dojo kein geeigneter Ort dafür.

Mit 30 Jahren Erfahrung kann ich die Beweggründe eine traditionelle Kampfkunst zu erlernen, sehr gut nachvollziehen und entsprechend unterstützen. In den ersten 10 Jahren - am Anfang meines Weges - kam ich in Sackgassen und machte Umwege. Ich stellte fest, dass der traditionelle Weg der Kampfkunst ohne einen Meister nicht sichtbar wird. Bis dahin gab es nur Trainer aber keine Lehrer. Sportliches Training aber keinen Unterricht. Eine Suche begann.

Mit der Zeit sammelte ich viele wertvolle Erfahrungen in Chinesischen und Philippinischen Kampfkünsten. Im Stillen stellte ich jedoch fest, dass auch hier im Großen und Ganzen die Bereitschaft fehlte, die geistigen Aspekte zu erlernen und auch zu unterrichten. Ich beobachtete, wie sich Menschen per Ego nur über Technik definierten und sich mit der Zeit durch eine fehlende Lehrer-Schüler-Beziehungen aus den Augen verloren haben.

Mein Interesse für die Kampfkunst war immer verbunden mit Budo - dem geistigen Weg der Kampfkunst. Mir wurde klar, dass ich einen Meister des Budo suchte. 2009 machte ich mich als Grafikdesigner selbstständig, um wirklich Zeit für meine Übungen zu haben. Endlich keine Kompromisse mehr. Kompromisse sind wie Sand im Getriebe oder ein verzogener Bogen - der Übnede wird nie sein volles Potential ausschöpfen können. In diesem bewegten Jahr bin ich durch Recherchen nach einem Meister des Budo auf Sensei Joachim Laupp 9. Dan Hanshi aufmerksam geworden.

Als ich mich mit Okinawa Karate - speziell Okinawa Shorinryu - intensiver Beschäftigte, war ich überwältigt von den Besonderheiten und dem faszinierenden spirituellen Weg des Okinawa Karate. Durch meinen Background in Chinesischen und Philippinischen Kampfkünsten, sah ich die vielen Verbindungen zwischen den Kampfkunst-Kulturen im Südostasiatischen Raum. Okinawa ist der Geburtsort des Karate mit seinen Schulen des Shurite / Tomarite / Nahate.

Nun stand die Frage im Raum, wie weiter? In Chemnitz bleiben? Oder nach Düsseldorf ziehen? Die Praxis im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo ist eine Lebenseinstellung, ein Weg des Lebens und ich war innerlich bereit, mein Leben der Kampfkunst zu widmen. Ich lernte 2009 meinen Mentor Andreas Wagner 7. Dan Kyoshi kennen. Und über ihn seinen Lehrer Sensei Joachim Laupp 9. Dan Hanshi. Das konnte kein Zufall sein. In diesem Jahr begann meine Reise ...

2016 war ein besonderes Jahr. Sensei Joachim Laupp 9. Dan Hanshi nahm mich als Schüler an und ermöglichte mir die Ausbildung zum Diplom-Kampfkunstlehrer. Seitdem hat sich für mich die Liebe zum Weg des traditionellen Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo und den damit verbundenen Traditionen der Shidokan Shirasagi Linie immer mehr eröffnet und ein Lebenstraum wurde wahr:

Alles begann 2019 mit der Suche nach einem geeigneten Ort. Leben und Okinawa Shorinryu praktizieren unter einem Dach. Meine Frau und ich bewegten ein Jahr lang 14 Tonnen Schutt. 2020 gründete ich das Shirasagi Shima Dojo. »Dojo Insel des Weißen Kranich« – steht für die traditionellen Werte der Shirasagi Schule, mentale Stärke und einen disziplinierten Lebensweg. Der Name wurde unserem Dojo durch Großmeister Joachim Laupp 9. Dan Hanshi verliehen.

Einzigartig in Chemnitz ist das Shirasagi Shima Dojo durch seine familiär geführte, authentische Dojo Kultur. Es ist quasi das Dojo der Familie Deinert. Mit der Gründung 2020 und Einweihung 2021 prägt das fest etablierte Dojo den Stadtteil Bernsdorf. Das Shirasagi Shima Dojo ist Ort, an dem man seine Spiritualität stetig erweitern kann. Tägliche Übung, Wachstum und Entwicklung in der Gemeinschaft, loyale Pflege der Tradition.

Vieles was ich bisher durch meinen Lehrer Sensei Laupp lernen konnte, hat sich durch Erfahrungen beim persönlichen Üben und unterrichten im Dojo, auf Reisen mit Sensei Laupp nach Okinawa und in der Shirasagi Dojo Gemeinschaft manifestiert. Wenn ich einen Blick zurück werfe, sehe ich den Weg klar und deutlich. Ich bin mir der Wurzeln des Baumes bewusst.

Sensei Laupp ist Schüler von Miyahira Katsuya 10. Dan Hanshi und unterrichtet den traditionellen Weg des Shidokan. Mit Geduld und Strenge. Aspekte wie Exaktheit in den Ausführungen und die richtige innere Haltung auf dem geistigen Weg des Budo werden geschult. Das macht die Übungen der sechs Säulen von Sensei Laupp - Kihon, Kata, Bunkai, Makiwara, Kumite und Saho - sehr anspruchsvoll.

Darüber hinaus vermittelt Sensei Laupp den Weg mit seinen hintergründigen Lehren. Das ist ein Prozess vieler Jahre der gemeinsamen Übung und des Vertrauens. Für mich die Essenz der Lehre von Sensei Laupp. Ein nicht immer einfacher Weg. Man wird in seiner eigenen Bereitschaft und dem Streben als Karateka gefordert. »Man folgt dem Meister - doch mit jedem Schritt ist er mir 10 voraus.«

Ein weiterer Aspekt unseres Dojo ist die Verbindung zum ZEN Buddhismus.

Die Vier Edlen Wahrheiten sind das Fundament des Buddhismus, die auch in den Kampfkünsten der Weglehre (Do 道) eine Rolle spielen, indem sie eine tiefere philosophische Basis für die Praxis bieten: Es geht um die Überwindung des mentalen Leidens (Dukkha) durch Disziplin, Achtsamkeit und den achtfachen Pfad, was sich in Techniken wie Mushin (leerer Geist) und Fudoshin (unbeweglicher Geist) widerspiegelt, um zu innerem Frieden und Meisterschaft zu gelangen, nicht nur zur körperlichen Fähigkeit.

Magga (Der Weg): Der achtfache Pfad ist der praktische Weg zur Überwindung des »Leidens« und zur Erlangung der Erleuchtung, bestehend aus rechter Einsicht, Absicht, Rede, Handeln, Lebensweise, Anstrengung, Achtsamkeit und Konzentration – unterteilt in Weisheit (Ansicht, Absicht), Ethik (Rede, Handeln, Lebensweise) und geistige Disziplin (Anstrengung, Achtsamkeit, Konzentration). Er bietet eine Anleitung für ein ethisches, achtsames und konzentriertes Leben.

Wir finden diese Aspekte in den 7 Tugenden und den 5 Geisteszuständen im Budo. Und in der Praxis von Kata (Bsp: Jion - Tempelklang, Passai - Löwentanz) Der Name »Passai« leitet sich vom chinesischen »Pai shi« (拍獅) ab, Löwentanz. Die Kata wurde von chinesischen Kampfkünstlern nach Okinawa gebracht, was die Verbindung zum chinesischen »Löwenboxen« (lion boxing) erklärt.

Der Löwentanz dient dazu, böse Geister zu vertreiben und Glück zu bringen – eine ähnliche symbolische Funktion wie in manchen Interpretationen der Passai-Kata, die als Kampf gegen Bedrohungen gesehen wird. Kata zu üben bekämpft die »Geister/Dämonen« in einem selbst. Achtsamkeit, Mitgefühl, Mut und Dankbarkeit kann nur durch ernsthafte Übung aus einem selbst heraus entstehen, um sie hilfreich anderen Wesen / Menschen zu vermitteln.

Die »Vier Edlen Wahrheiten« sind das Fundament der buddhistischen Lehre:

Dukkha (Das Leiden):
Die Wahrheit, dass das Leben von Unzufriedenheit, Mangel, Schmerz und Vergänglichkeit durchdrungen ist (Geburt, Alter, Krankheit, Tod).

Samudaya (Die Ursache des Leidens):
Die Ursache liegt in der Begierde, dem Anhaften (Gier, Hass, Verblendung) und der Unwissenheit über die wahre Natur der Dinge.

Nirodha (Das Ende des Leidens):
Die Möglichkeit der Befreiung von diesem Leiden, das Erlöschen der Gier und der Zustand des Nirvana.

Magga (Der Weg):
Der Pfad zur Beendigung des Leidens, der Edle Achtfache Pfad, der durch Achtsamkeit, ethisches Handeln und geistige Sammlung erreicht wird.  

Wenn Du als Leser bis hier her gekommen bist, danke ich Dir für die Aufmerksamkeit. All diese Erfahrungen möchte ich gern weitergeben in einem spirituellen Rahmen, ebenso die Freude am Erlernen dieser schönen Kampfkunst.

David Deinert | Dojo Leiter

Budo – der geistige Weg der Kampfkunst – bildet in unserer Schule, entsprechend der Lehre von Großmeister Joachim Laupp 9. Dan Hanshi, ein starkes Fundament in der Entwicklung der Persönlichkeit und der Selbst-Verteidigung. Körper, Geist und Seele werden geschult – die Kampfkunst wird zu einem Lebensweg.

David Deinert ist ein persönlicher Schüler von Sensei Laupp und übt regelmäßig bei seinem Lehrer oder begleitet ihn auf seinen Reisen. Diese Verbindung (Shitei) pflegt er nicht nur, um seinen eigenen Schülern eine fundierte technische und geistige Ausbildung zu gewährleisten - sondern verbindet damit den Wunsch, die Lehre seines Meisters und die Werte des Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo zu bewahren und authentisch weiter zu vermitteln.

Diese traditionelle Kampfkunst zu erlernen, umfasst das ganze Leben. Mit Bereitschaft und Wertschätzung sich selbst und dem Dojo gegenüber. Dem entgegen steht, Aspekte wie innere Kraft, Ausdauer, Bewusstsein, Glück und Gesundheit in kurzer Zeit und ohne großen Aufwand kaufen zu können.

Alles hat seine Zeit und seinen Wert. Bekanntlich sind es die verborgenen, längeren und anstrengenderen Wege, auf denen man nachhaltige Entdeckungen machen wird und die tiefgreifende Erkenntnisse mit sich bringen.

Das Leben im Shirasagi Shima Dojo ist familiär geprägt. Wir sprechen von Dojo Leben, da es für einen Karateka mit der Zeit zu einem »zweiten Zuhause« wird. Die Mitglieder unserer Dojo-Gemeinschaft integrieren ihre Übung in das persönliche Lebensumfeld.


Das Kyudan-System

Die Basis-Ausbildung auf der Stufe der Mudansha (6. - 1. Kyu) kann je nach Engagement und Alter ca. fünf Jahre betragen. Als anerkannter Anfänger und Wegschüler beginnt dann schließlich mit Shodan die Stufe der Yudansha (1. - 4. Dan).

Lehrjahre sind keine Herrenjahre: Die Stufen der Mudansha kann man als Lehrling verstehen und die Stufen der Yudansha als die Gesellenzeit einordnen. Mit Beginn der Kodansha beginnt der Weg als Meister. Für Jugendliche mag es passender erscheinen, sind sie ja noch nicht in einem beruflichen Umfeld aktiv, für Erwachsene Anfänger kann es eine Umstellung bedeuten, sich als Lehrling unterzuordnen.

Es gibt Karateka, die von Anfang an die Wegstufen mit der entsprechenden Einstellung anstreben. Alle Mudansha werden von uns auch dahingehend unterrichtet, wie sie die Übung und das Dojo Leben in ihr Leben integrieren können. Das kann man lernen und sich daran gewöhnen - dann wird es ein Teil von Dir.

Karateka, die sich in den ersten Jahren als Mudansha mit einer Vorstellung von Freizeit und Kampfsport in unserem Dojo bewegen, werden an eine Grenze kommen. Die kann man mit unserer Hilfe erweitern und so zum ersten Schritt der Selbst-Erkenntnis gelangen oder man gibt auf.

Das gilt auch für Dan Träger aus anderen Stilen, die zu uns finden. Eine Form neu zu erschaffen und zu füllen macht nur Sinn, wenn man bereit dafür ist. Trägt man seine Pakete weiterhin mit sich herum, wird es irgendwann zur Last. Als Lehrer zeige ich Dir den Weg über die Brücke, gehen musst Du selbst. Bleibst Du z.B. aus Angst am Ufer stehen, musst Du erst Deine Angst erkennen und annehmen.

Sich selbst annehmen fällt aber vor allem Erwachsenen sehr schwer. Sie sind voller Vorbehalte und verharren in alten Mustern. Die Übung im Dojo durchbricht diese Muster unweigerlich. Das ist eine Wirkung der Übung und führt über diesen Weg der Selbst-Erkenntnis > zu Selbst-Bewusstsein > zur Selbst-Verteidigung.

Ca. 8 - 10 Jahre lernt und vertieft man als Yudansha sein Können auf dem Weg des Budo. Dafür sind Hingabe und Loyalität wichtige Begleiter. Ab dem 5. Dan Renshi bewegt man sich auf der Stufe der Kodansha (5. - 10. Dan).

Okinawa Karate ist kein Sport sondern eine Lebenseinstellung - und diesen Weg übt man sein Leben lang. Als Dan Träger übernimmt man Verantwortung und ist ein Vorbild. Die Stufe der Yudansha (1. - 4. Dan) ist eine wichtige Wegstufe. Anfänger in einem Dojo zu werden, beginnt mit dem Shodan - dem 1. Dan als Schwarzgurt.


Zeitlose Lebensart

Okinawa ist der Geburtsort des Karate und Shorinryu einer der wichtigsten klassischen Stile in Okinawa. Okinawa Karate zu praktizieren ist eine Lebensart, die sich im persönlichen Alltag und der Gesellschaft positiv auswirkt. Lernen Sie, durch die tägliche Übung den Sinn des eigenen Lebens zu erkennen und daraus zu schöpfen. Dieser Prozess ermöglicht es uns, zu geben.

Geben bedeutet, anderen gegenüber großzügig zu sein, ihnen nichts vorzuenthalten: nicht unser Wissen, nicht unsere Energie, nicht unsere Freundlichkeit. Eine großzügige Person ist jemand, der Energie erzeugt, nicht jemand, der nach außen auf andere schaut, um sie gönnerhaft bereitzustellen.

Ob vor hunderten von Jahren oder in der heutigen Zeit: Die überlieferten und lebendig gehaltenen Lehren der Meister unserer Schule verkörpern den Weg der Persönlichkeits-Entwicklung und Wertschätzung gegenüber den universellen Prinzipien.


Anerkennung

Für manche Menschen ist das Gefühl der Leere ein täglicher Begleiter. Um dieses Gefühl zu beheben, suchen sie nach Aufregung, Ablenkung, Macht, Geld, Streit oder verfallen in Passivität, warten auf das Wochenende oder darauf, dass sich ihr Umfeld ändert. Aber keine dieser Strategien wird das tiefe Gefühl lindern, dass etwas fehlt.

Die beständige Übung in unserem Dojo ermöglicht es den Karateka, nicht nur die technischen Merkmale der Selbst-Verteidigung zu erlernen – sondern alle Aspekte des traditionellen Lernens, der Meditation und der Budo-Philosophie zu erfahren und das Gefühl der Leere in ein Gefühl der Fülle, der Freude, der Freiheit und des Friedens zu wandeln.

Beständige Übung ist eine Anerkennung der Notwendigkeit von Achtsamkeit bei allem, was wir tun, denken und sagen. Es ist die damit verbundene Geistesstabilität, die zu Konzentration führt und ein Selbstwertgefühl aufbaut, das nicht auf Anerkennung durch andere beruht.


Die Dojo Etikette

Pünktlichkeit. 15 Minuten vor Beginn der Übung vor dem Shomen anwesend sein.

Soji. Jeden Freitag ist Reinigung. Halte den Dojo in jeglicher Hinsicht sauber.

Shunryū Suzuki (Zen Meister 1905–1971 ) meinte dazu einmal:
»Zu putzen, weil die Toilette schmutzig ist, ist nicht der Weg. Putzen, wenn alles sauber und rein ist, ist der Weg.«

Ordnung. Schuhe immer gut verstauen. Den Gi / Obi niemals auf dem Boden ablegen.

Stille. Keine unnötigen Geräusche machen und den Dojo respektvoll betreten.

Den Übungsraum mit dem linken Fuß zuerst betreten und verbeugen.

Führe Dein Mokuso aus und verbeuge Dich vor dem Kamiza.

Führe jede Übung mit voller Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer aus.

Übe Dich in Geduld.

Der Sinn des Unterrichts besteht für lange Zeit in der beständigen Übung.

Verständnis und Einsicht in die vermittelten Wegstufen, wachsen mit der Zeit Deiner Übung.

Pflichtbewusstsein und Loyalität erfordern mit zunehmender Wegstufe eine wachsende Bereitschaft und Wertschätzung.

»Sportlicher Erfolg« und messbare Leistungen sind nur eine Folge der Übung – kein Futter für das Ego. Dein Selbst bestimmt über Dein Ego - nicht umgekehrt.

Versuche, deine eigene Persönlichkeit zu vervollkommnen. Pflege den Geist stetigen Bemühens. Zügle deinen jugendlichen Eifer.

Alles, was leicht wird, beginnt schwer. Dieser Prozess geschieht durch Wiederholung und findet im Alltag und in jedem Leben statt.

Der Weg des Budo gewinnt seine Kraft aus dem Kreis, den er erzeugt. Diesen Kreis zu bereisen bedeutet, immer wieder denselben Weg zu gehen. Diesen Kreis klug zu bereisen bedeutet, denselben Weg zum ersten Mal zu gehen.

Beachte die Etikette.


Butoku 武徳

Die sieben Tugenden des Budo. Budo ist ein spiritueller Weg. Ein geistiger Weg der Kampfkunst und der inneren Erkenntnis. Der Körper folgt dem Geist. Die Budo-Übung des rechten Verhaltens und der rechten Haltung (shisei) ist ein Teil der Persönlichkeits-Entwicklung in unserem Dojo. Wir nutzen die Kampfkunst, um uns in Budo zu üben. Die Regeln sind ein wichtiger Teil im Dojo Leben. Sie fördern echte Hingabe und Engagement.

Gi 義
Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit

Yu 勇
Mut und der Umgang mit Angst

Jin 仁
Güte und Barmherzigkeit

Rei 礼
Höflichkeit
»Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt, vergiss es nicht!«

Makoto 誠
Wahrhaftigkeit und Wahrheit

Meiyo 名誉
Ehrbewusstsein

Chugi 忠義
Treue, Loyalität, Pflichtbewusstsein


Fokusierung der Geisteshaltungen im Budo

Sho Shin 初心

Der Anfängergeist lernt stetig durch hören und sehen. Nicht-Sprechen. Verstehen wird sichtbar durch Haltung und Handlung. Sho Shin in der beständigen Praxis hat keinen Anfang und kein Ende. Ensō - ein Kreis aus spirituellen Erfahrungen. Von Beginn an ein Begleiter bis in die höheren Wegstufen.

Zan Shin 残心

Beständigkeit in der Achtsamkeit und Aufmerksamkeit - Präsenz. Beständige Übung ist eine Anerkennung der Notwendigkeit von Achtsamkeit bei allem, was wir tun, denken und sagen. Es ist die damit verbundene Geistesstabilität, die zu Konzentration führt und ein Selbstwertgefühl aufbaut, das nicht auf Anerkennung durch andere beruht.

Mu Shin 無心

Abgeschiedenheit des Geistes. Handlung ohne Vorsatz. Alles entspringt aus der Leerheit. Ryusui saki wo kisuwazu - fließendes Wasser konkurriert mit nichts. Ein ruhender Geist - wie der Mond, der sich im Fluss spiegelt - ist offen für Initiative.

Fudō Shin 不動心

Ein standhafter und unbeweglicher Geist als Wächter der inneren Lehre. Fudō Myōō - der Mantra-König. Je weiter der Weg sich öffnet, werden Ablenkungen und Unachtsamkeit zunehmen. Mit der Übung verbrennen wir diese Aspekte und sehen die Wahrheit.

Sen Shin 先心

Buddha-Geist. Erleuchtung. Es gibt tausend Wege die den Weg kreuzen, umleiten, verwischen. Geht man den Weg der Mitte und durch das Tor, öffnet sich der Pfad der Klarheit. Angst und Anhaftung, Ego und Beurteilung, Neid und Verurteilung behindern diese Erfahrung.


Der Dojo Beitrag

Eine Investition in die körperliche, geistige und spirituelle Ausbildung kann sich in vielerlei Hinsicht lohnen. Sie kann zu mehr Selbstkenntnis, innerem Frieden und einem erfüllteren Leben führen, sowohl persönlich als auch beruflich.

Die professionelle Vermittlung der Lehr- und Lerninhalte des Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo und traditionellen Wegstufen im Budo - durch David Deinert 5. Dan Renshi und seine Frau Ines Deinert 3. Dan - spricht für das Shirasagi Shima Dojo in Chemnitz. Ein Dojo mit klarer Ausrichtung für diese Ausbildung.

Erwachsene unterstützen das Dojo mit 80 € im Monat.
Jugendliche unterstützen das Dojo mit 60 € im Monat.
Für den Unterricht der Kinder unterstützen die Eltern das Dojo mit 40 € im Monat.

Das Wertschätzungsgeld für ein monatliches Kennenlernen entspricht einmalig dem jeweiligen Dojo Beitrag.

Lern- & Lehrinhalte

Überblick der Lern- & Lehrinhalte im Shirasagi Shima Dojo

Theoretische Lehrinhalte

Budo
Kampfkunst als Lebensweg

Oshi
Die Lehre

Dojokun
Die Dojo Regeln

Botoku
Die Tugenden der Kampfkünste

Shu Ha Ri
Die Wegstufen

Shitei
Die Lehrer/Schülerbeziehung
Jitoku, Shoshin, Nesshin
Kogaku shin

Dojo
Der Ort der Wegübung

Praktische Lehrinhalte

Kihon
Systeme der Basis-Übungen
»Man baut nicht auf Sand.«
Kihon bildet das Fundament für alle weiteren Übungs-Wege und fördert innere Kraft. ´Ki´ ist die Arbeit mit Energie. ´Hon´ die Basis. 

Kata
Systeme der Formen
»Kata ist das Herz.«
Übertragung der Prinzipien des Okinawa Shorinryu auf Körper, Geist und Seele durch langjährige, harte und genaue Übung. Die Kraft liegt im Durchhalten. Jede Kata ist ein Archiv der Meister.

Bunkai
Analyse der Formen

Makiwara
Arbeiten mit innerer Struktur
»Kata ist das Herz. Makiwara ist die Seele.« 

Kumite
Systeme der verbindenden Hände. Im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo üben wir eine Vielzahl an Kumite-Systemen, Randori im Vollkontakt mit und ohne Ausrüstung.

Saho
Die richtige Verhaltensetikette in einem Dojo.

Inhalte der Ausbildung: Physische, mentale und spirituelle Stärke durch beständige Übung und Reflexion für den persönlichen Lebensweg.

Keiko Übung

Mokuso
Stilles Denken
Sazen - Sitzmeditation

Karatedo
Weg der waffenlosen Praxis nach den Übungswegen des Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo

Kobudo
Weg der Praxis mit traditionellen Waffen nach den Übungswegen der Shirasagi Linie

Soji
Praxis der Reinigung im Dojo

Im Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo verbinden wir den Weg der Persönlichkeits-Entwicklung und die Kunst der Selbst-Verteidigung mit einer lebendigen Budō-Philosophie.

Kontakt

Shirasagi Shima Dojo
David Deinert 5. Dan Renshi
Zschopauer Straße 218
09126 Chemnitz

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